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Wiesmoor, Sonntag, 21.10.2007
Vereinzelte weisse Wolken, strahlend blauer Himmel, so zeigt sich Wiesmoor am 2. Tag des Oktoberfestes. Königin-Wetter! Weiss-blaue Dekorationen im Festsaal des Torfkrugs und ein Filzhut vom Münchener Oktoberfest vervollständigen das bajuware Ambiente. Bürgermeister Alfred Meyer lässt es sich nicht nehmen, das ebenfalls mit weiss-blauen Rauten verzierte Fass Freibier(1) anzustechen. Ihm zur Seite assistieren die Blütenkönigin Melanie Tjardes, alias Angelonia und die Prinzessinnen Neele Koch und Stefanie Dirks. Alle Damen sind stilecht in ein zünftiges Dirndlkleid gewandet.
 Der erste Schluck des frisch gezapften Bieres gebührt den drei Damen des Königshauses, die im Blitzlichtgewitter der örtlichen Presse und des Chronisten schon einen recht routinierten Eindruck hinterlassen. Jetzt sind sie gestärkt für die anschließende Arbeit des Verteilens der Biergläser, die Bürgermeister Alfred Meyer unbeirrt füllt, bis das Fass komplett geleert ist.
 Anschließend ist eine gute Kondition vonnöten. Ein Baumstamm auf einem bayerisch weiss-blauen Sägebock muss durchgesägt werden. Das Startteam wird gebildet durch die Blütenkönigin und den Bürgermeister. Beide ‘Kämpfer’ haben den Stamm in erstaunlich kurzer Zeit durchgesägt! Ich weiss nicht, was die Bayern bei einer solchen Gelegenheit sagen - die Franzosen sagen: Chapeau!
 So ganz ernst mit den bayerischen Gepflogenheiten hat man es in Wiesmoor aber vorsichtshalber nicht genommen. Schließlich lebt man hier im Moor und nicht an der Isar. Deshalb hat Renke Siefken statt Weisswurst lieber Moorwurst auf den Grill gelegt. Die wird schließlich von führenden Pfadfindern empfohlen!
 Während im Festsaal gefeiert wird, ist auf dem Marktplatz ein buntes Treiben zu beobachten. Dichte Menschenreihen ziehen vorbei an den Flohmarktständen und man sieht so manchen Besucher mit einer Tüte und einem zufriedenen Lächeln im Gesicht weiterziehen. Ein zufriedenes Lächeln wird aber auch beim Verkäufer beobachtet!
Ab 13.00 Uhr haben (fast) alle Wiesmoorer Geschäfte geöffnet. Viel los ist im Kaufhaus Behrends. In der Passage herrscht reger Betrieb und auch im Kaufhaus selbst sind wohl mehr Kunden anzutreffen, als an gewöhnlichen Werktagen. Bleibt nur zu hoffen, dass hier und auch bei den anderen Geschäftsleuten, die dieses Wochende finanziert haben, unter dem Strich auch schwarze Zahlen vorherrschen!
(1) Bei genauer Betrachtung fällt auf, dass das Bier nicht aus Bayern, sondern aus einer bekannten Brauerei aus der Eifel stammt! - Egal, Freibier schmeckt immer!
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