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Wiesmoor_100_Jahre02 Museum



Site erstellt am 05.04.2007
aktualisiert am 31.03.2012
durch H.-Jürgen Adams
www.wiesmoor-info.de

 

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Bereits zum zweiten Mal im Jahr 2006 ist Wiesmoor Gastgeber einer Bildhauerwerkstatt, dieses Mal mit einer prähistorischen Holzbearbeitung.
Lässig
Hans-C. Lässig, Bildhauer und Prähistoriker aus Hausen am  Andelsbach, erstellt im Freigelände des Torf- und Siedlungsmuseums eine Teilrekonstruktion des Ockenhausener Bohlenweges.

Solche Bohlenwege dienten den Bewohnern der Moorgebiete als Transportweg über das ansonsten unpassierbare Moor.

Der Ockenhausener Bohlenweg stammt aus der Zeit 2100 v. Chr.,  er ist etwa 180 m lang und 3,00 m breit gewesen. Zur Herstellung dieses Weges wurde überwiegend Erlenholz verwandt

Hier im Torf- und Siedlungsmuseum wird mit Werkzeug gearbeitet, wie es seinerzeit auch von den Konstrukteuren des Originals benutzt wurde.

Bohlenweg_1Bohlenweg_10Die Bohlenwege wurden in der Übergangszeit von der Jungsteinzeit zur Bronzezeit erstellt. Deshalb arbeitet Hans-C. Lässig sowohl mit selbst gefertigten Steinbeilen als auch mit Bronzebeilen.





Bohlenweg_9Die Langhölzer sind kunstvoll miteinander verbunden und die Querhölzer werden an der Unterseite etwas abgeflacht, damit eine stabile Lagerung entsteht und ein Rollen der Querhölzer verhindert wird. Um eine annähernd gleichmässige Oberfläche des Weges  zu erhalten, werden höherstehende Holzanteile mit dem Stein- oder Bronzedechsel angeglichen. Im Original lagen die Bohlen dauerfeucht im Moor und blieben dadurch sehr gut erhalten. Hier im Museum ist sandiger Untergrund.


Bohlenweg_3


Geschärft wurde und wird das Werkzeug im Nassschliff.





Bohlenweg_5

Solche Wagen mit Scheibenrädern wurden für den Transport benutzt. Es gab aber auch vierrädrige Wagen mit lenkbarer Vorderachse.






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