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Bereits zum zweiten Mal im Jahr 2006 ist Wiesmoor Gastgeber einer Bildhauerwerkstatt, dieses Mal mit einer prähistorischen Holzbearbeitung.
 Hans-C. Lässig, Bildhauer und Prähistoriker aus Hausen am Andelsbach, erstellt im Freigelände des Torf- und Siedlungsmuseums eine Teilrekonstruktion des Ockenhausener Bohlenweges.
Solche Bohlenwege dienten den Bewohnern der Moorgebiete als Transportweg über das ansonsten unpassierbare Moor.
Der Ockenhausener Bohlenweg stammt aus der Zeit 2100 v. Chr., er ist etwa 180 m lang und 3,00 m breit gewesen. Zur Herstellung dieses Weges wurde überwiegend Erlenholz verwandt
Hier im Torf- und Siedlungsmuseum wird mit Werkzeug gearbeitet, wie es seinerzeit auch von den Konstrukteuren des Originals benutzt wurde.
 Die Bohlenwege wurden in der Übergangszeit von der Jungsteinzeit zur Bronzezeit erstellt. Deshalb arbeitet Hans-C. Lässig sowohl mit selbst gefertigten Steinbeilen als auch mit Bronzebeilen.
Die Langhölzer sind kunstvoll miteinander verbunden und die Querhölzer werden an der Unterseite etwas abgeflacht, damit eine stabile Lagerung entsteht und ein Rollen der Querhölzer verhindert wird. Um eine annähernd gleichmässige Oberfläche des Weges zu erhalten, werden höherstehende Holzanteile mit dem Stein- oder Bronzedechsel angeglichen. Im Original lagen die Bohlen dauerfeucht im Moor und blieben dadurch sehr gut erhalten. Hier im Museum ist sandiger Untergrund.

Geschärft wurde und wird das Werkzeug im Nassschliff.

Solche Wagen mit Scheibenrädern wurden für den Transport benutzt. Es gab aber auch vierrädrige Wagen mit lenkbarer Vorderachse.
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